EU-Kulturförderung – Neue Möglichkeiten

Europa fördert Kultur – aber wie?

Struktur und Förderkriterien des EU-Förderprogramms KULTUR (2007-2013) zu kennen, ist wichtig – fast noch wichtiger ist es jedoch, den kulturpolitischen Kontext zu kennen, um aussichtsreiche Anträge stellen zu können. Die Referentin führt auf Grundlage ihrer langjährigen Praxiserfahrung im Cultural Contact Point Germany (CCP), der nationalen Kontaktstelle für Kulturförderung der Europäischen Gemeinschaft, in die Thematik ein.
Nach welchen Kriterien sollte ein Kooperationsprojekt geplant werden, was steigert die Aussicht auf Bewilligung? Wer kann sich bewerben - und unter welchen Voraussetzungen? Wo findet man die erforderlichen Kooperationspartner, wer hilft bei der Antragstellung? Was sind die rechtlichen Grundlagen und in welchem kulturpolitischen Kontext steht dieses Förderprogramm der Europäischen Union?

Sabine Bornemann, Leiterin des Cultural Contact Point, Kulturpolitische Gesellschaft, Bonn


Signs of the City – Metropolis speaking

Die Großstadt ist ein Meer der Zeichen: ob Schilder, Plakate, Graffiti oder Werbung, wir sind umgeben von einemaufregenden bildhaften Labyrinth. Mit Digitalkameras und GPS-Receivern haben Jugendliche und junge Erwachsenediesen semiotischen Raum erkundet, der zu immer neuen Verknüpfungen und Assoziationen einlädt. Begleitet undangeregt von professionellen Künstlern, werden sie zu Autoren des urbanen Lebens der Gegenwart. Entstanden sindnicht nur faszinierende und oft überraschende Blicke auf die europäischen Metropolen Barcelona, Berlin, London und Sofia, sondern die vier Städte werden mittels innovativer Möglichkeiten der Datenverarbeitung derart visuellmiteinander verwoben, dass ein nie gesehenes neues Bild der europäischen Stadt entsteht.

Stefan Horn, Künstlerische Leitung Urban Dialogues, Berlin


Transient Spaces – the Tourist Syndrome

Das interdisziplinäre Projekt Transient Spaces – The Tourist Syndrome hat sich über zwei Jahre hinweg aktuellen Fragenvon Mobilität gestellt. Tourismus, Migration und neue Formen flexiblen Lebens und permanenten Unterwegsseins sind Themen, die Kulturproduzenten im Rahmen des Projektes untersucht haben.

Antje Weitzel, Artistic Director und Kuratorin, uqbar – Gesellschaft für Repräsentationsforschung e.V., Berlin


Prospero

Sechs große Theaterorganisationen aus verschiedenen europäischen Ländern haben sich zur Durchführung des Projektes „PROSPERO“ zusammengeschlossen, um Kunst und Kultur überall in Europa zu fördern. Ziel des fünfjährigenProjektes ist, ihre unterschiedlichen künstlerischen Neigungen und Produktionsressourcen zu verknüpfen. Aus ihrem gemeinsamen Erbe und ihren jeweiligen Besonderheiten soll ein gemeinsames Theater entstehen und soein hochfliegender Traum verwirklicht werden: ein Kulturabkommen (2008-2012), das die Entwicklung europäischen Kulturschaffens, die Umsetzung theoretischer Ansätze und die Ausbildung junger Schauspieler zum Ziel hat.

Tobias Veit, Künstlerischer Produktionsleiter an der Schaubühne am Lehniner Platz, Berlin

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